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Offener Brief von Karin Jäckel
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Liebe Jolanda, vielen Dank für Ihre Zeilen, die mich sehr angerührt haben und über die ich mich freue! Ihre Nachricht wird in den nächsten Tagen in meinem Gästebuch plaziert, das momentan wider Erwarten doch noch nicht optimal zu funktionieren scheint. Ihre Gedanken über Kinder als Wanderer und Gäste in unserem Elternleben finden in mir ein Echo. Leider sieht aber selbst der Gesetzgeber Kinder nicht als mit eigenen Rechten ausgestattet an. Andernfalls hätte die Justizministerin ja nicht unlängst erklärt, dass die Rechte der Kinder im Elternrecht enthalten seien und daher keine eigenen Kinderrechte ind Grundgesetz gestellt werden müssten. Ich denke, wenn man auch in Detl eigene Kinderrechte entwickeln würde, müsste man erstmals öffentlich und offiziell bekennen, dass man Kindern hierzulande gar keine Rechte einräumen will. Hätten sie diese und könnte man diese zur Anwendung bringen, müsste man sie auch durchsetzen, anstatt es wie bisher beim "stumpfen Schwert des Gesetzes" zu belassen und Appellgesetze zu schaffen, die sich an Eltern wenden, welche bei Zuwiderhandlung gegen die Anordnungen des Gerichts zwar die "Würde des Rechts" brechen aber dennoch ungestraft bleiben. Vermutlich halten es deshalb die zuständigen Gesetzgeberinnen und Gesetzgeber mit dem englischen Sprichwort: "Better you keep your mouth shut and have people think you are a fool than to open it and remove all doubts." Liebe Grüße, |