Amerika empört -
Deutschland in Verlegenheit
Bundesjustizministerin
Dr. Däubler-Gmelin in der Kritik


Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Schröder,
Sehr geehrter Herr Ministerpräsdident Stoiber,
Sehr geehrte Frau Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin,

vom 20. September 2002

seit Jahren engagiere ich mich als Autorin und Journalistin für Angelegenheiten von Kindern und Eltern. Falls es Sie interessiert, können Sie meine Publikationen auf meiner Website finden unter: www.karin-jaeckel-autorin.de

Mein Engagement bringt es mit sich, dass ich mit und auch an internationalen Netzwerken arbeite, deren Bedeutung in Zeiten der Globalisierung immer größer wird.

Dabei zeigt sich, dass das Deutschland der ganz aktuellen Gegenwart im Hinblick auf seine Familienrechtssprechung und Familienpolitik bereits seit langem massiv mit dem 3.Reich identifiziert wird.

Reporte wie der von Maureen Dabbagh 1 über das Revival des "Lebensbornprinzip" im demokratischen Deutschland sind international weiter verbreitet und werden weitaus ernster genommen als wir als Deutsche dies wahrhaben wollen.

Die diesbezüglich so gern praktizierte Vogel-Strauß-Methode nach dem Motto "Was ich nicht sehen will, existiert nicht", muss deshalb endlich abgelegt werden.

Als Bürgerin dieses Landes und aus der Erfahrung meiner Arbeit heraus, rufe ich Ihnen zu: Es ist an der Zeit, hier in Deutschland endlich aufzuwachen und zu handeln! Wer immer dieses Land in wenigen Stunden regieren wird, - er wird sich an der Meinung des befreundeten und feindlichen Auslands messen lassen müssen.

Und die Meinungen dort sind klar! Viel klarer in der Bevölkerung - bei denen etwa, die hierzulande mit bunten Karten als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer umworben werden, - als die Keep-Smiling-Fotos politischer Begegnungen glauben machen wollen.

Ursache dafür ist vor allem die juristische und von der Politi-Elite nicht verhinderte, sondern eher geförderte Methodik der systematischen Ausgrenzung eines Elternteils aus dem Leben gemeinsamer Kinder nach Trennung/Scheidung der Eltern unter Zuhilfenahme der als "Kinderklaubehörden" verschrieenen Jugendämter.

"Familie ist, wenn alle aus demselben Kühlschrank essen", verkündete die heute, am Freitag vor der Wahl 2002, noch amtierende SPD-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt im letzten Wahlkampf in Wuppertal.

Bundeskanzler Schröder sorgte von damals bis heute mit ruhiger Hand dafür, dass dieser Kühlschrank bei immer mehr Menschen immer öfter leer ist.

Doch damit nicht genug. Die Bundesfrauenministerin Dr. Bergmann praktizierte ihre Familienpolitik in erster Linie als Frauenpolitik zum Entzug der Männerprivilegien, weil der Name ihres Ministeriums Programm sei.

Und die Bundesjustizministerin Dr. Däubler-Gmelin bekannte mit ihrem Ministerium, dass die aktuelle Familienrechtssprechung in Sachen Umgangsboykott nach elterlicher Trennung zwar massiv die Würde des Rechts verletze, - hat aber bis heute keine wirksame Abhilfe geschaffen, um die Würde der Kinder und ihrer Eltern dadurch zu schützen, dass sie die Rechte der Kinder auf beide Elternteile garantiert.

Alles in Allem macht inzwischen immer öfter die internationale Regierungskontrolle des Europäischen Menschenrechtegerichtshof die Rechnung über das Versagen des deutschen Familienrechts auf.

Unter dem Strich steht Deutschland bereits mehrfach am weltweit sichtbaren Pranger, - unser Nachkriegsdeutschland wohlgemerkt - weil die Rechtsprechung der gegenwärtigen Familiengerichte mit den "aus gutem Grunde" unabhängigen Richterinnen und Richtern "zum Wohle des Kindes" Menschenrechtsverletzungen sanktioniert und produziert.

Menschenrechtsverletzungen, welche Publikationen wie die von Maureen Dabbagh über das "Lebensbornprinzip" im Nachkriegsdeutschland zu bestätigen scheinen.

Menschenrechtsverletzungen, welche dazu führen, dass Ausländerinnen und Ausländer, die sich irgendwann in eine deutsche Frau oder einen deutschen Mann verliebten und gemeinsame Kinder mit ihm bekamen, - Menschen also, die dem Deutschsein und Deutschland absolut offen und so positiv gegenüberstanden, dass sie gemeinsame Familien bildeten, - uns heute bekämpfen.

"Ich bin als Franzose in Deutschland aufgewachsen, ich habe in Deutschland studiert, ich habe eine deutsche Frau geheiratet und habe ein Kind mit ihr bekommen, welches zwei Nationalitäten hat - und was habt ihr mit eurem NAZI-Familienrecht aus mir gemacht? Einen Feind!"

Dieser Satz von Olivier Karrer ist ein Einzelsatz, aber keine Einzelmeinung. Im Gegenteil!

Überall in der Welt gibt es Elternteile, die aus gequältem Herzen gegen den Verlust ihrer Kinder aufschreien und Nachkriegsdeutschland hassen.

Und zwar deshalb hassen, weil ihnen diese Kinder hier mit der alten NAZI-Arroganz des "Germanisierung"-Prinzips geraubt wurden und werden.

Und zwar dadurch geraubt, dass die "Unabhängigkeit der Richter/innen aus gutem Grund" jeden noch so skrupellosen oder willkürlichen richterlichen Verstoß gegen internationale, auch von Deutschland ratifizierte politische Abkommen straflos möglich macht.

Inzwischen haben deutsche Familiengerichts-Entscheidungen zum "Wohle des Kindes" international bereits mehrfach zu Verurteilungen Deutschlands wegen dieser richterlichen Verletzung der Menschenrechte geführt. Auf den Umgang mit ihren Kindern warten auch diese Eltern bis heute vergeblich.

Glauben Sie, diese zutiefst verletzten Menschen halten ewig still?

In Wilhelmshaven zum Beispiel kämpft mein Freund Michael Hickman auf verlorenem Posten gegen die "Germanisierung" seiner Kinder an. Kinder, die in Südafrika geboren wurden, von ihrer deutschen Mutter gegen den Willen des Vaters UND gegen geltendes Recht nach Deutschland entzogen wurden, immer noch zwei Nationalitäten und zwei Pässe haben - und keine Chance, ihren Vater zu sehen - sehr wohl aber den mit der Mutter lebenden Liebhaber der Mutter. Kinder als Besitz der Mütter???

Wie treffend schrieb man mir doch aus dem Bundesfamilienministerium: Deutsche Familienpolitik sei in erster Linie Frauenpolitik zum Entzug der Männerprivilegien...

Michael Hickman hat jedes Privileg über dieser Frauenpolitik und dieser höchstrichterlichen Sanktionierug des Frauenfaustrechts verloren. Mehr als das: er ist darüber ruiniert worden und sein Vater verstorben, ohne die Enkelkinder noch einmal gesehen zu haben.

Dieser Mann hat Deutschland geliebt. Er hat Kinder hier, die er liebt. Und doch schiebt man in ab, zurück nach Südafrika. Unwertes Leben eines Vaters anderer Nation???

Was glauben Sie, fühlt er jetzt?

Mein Freund Maurice Elfeke aus Frankreich/USA saß 2001 und 2002 im deutschen Gefängnis, weil er seine Kinder nicht aufgeben will, die von ihrer deutschen Mutter nach Deutschland entzogen wurden. Ein Mann, der cosmopolitisch denkt und handelt, für den es keine Rolle spielte, ob die Frau, die er liebte, aus welchem Land auch immer kam.

Freigesprochen in allen von der Mutter fälschlich gegen ihn erhobenen Anklagepunkten, - sieht er seine Kinder immer noch nicht. Sie sind inzwischen zu deutsch. Was glauben Sie, wie dieser Mann Deutschland sieht?

Mein Freund Mark Wayson aus USA, der sein Kind verlor, weil die deutsche Mutter es nach Deutschland entzog - und der jetzt erleben muss, dass ihm ein deutsches Familiengericht allein deshalb für zwei Jahre jeden Kontakt mit seinem Kind verbietet, weil er als freier Mensch eine freie Meinung in einem freien Land über die von ihm persönlich erlebten "Germanisierungs"-Methoden äußerte, mit der ihm sein Kind geraubt wird.

Was glauben Sie, wie er Deutschland sieht?

Olivier Karrer, dessen Sohn von der deutschen Mutter nach Deutschland entzogen wurde, abgeschirmt vor ihm, als sei der völlig unbescholtene Vater Beelzebub persönlich, mit Machenschaften konfrontiert, die nur dem einen Zweck dienen, sein Kind, das die deutsche und die französische Staatsbürgerschaft besitzt, in Deutschland fest zu halten. Alles zum Wohle des Kindes, das inzwischen zu deutsch ist für eine Beziehung zum französischen Papa.

Was glauben Sie, wie dieser Mann Deutschland sieht?

Und jetzt - jetzt wagt eine der Grande Dames der deutschen Nachkriegspolitik, wagt eine der Mütter des deutschen Kindschaftsrechts, zuständige Chefin der unabhängigen deutschen Richterschaft, auch der Familienrichterschaft - jetzt wagt diese regierende Bundesjustizministerin aus dem alten Nazi-Glashaus mit neuen Steinen zu werfen und tatsächlich, öffentlich, vor Zeugen die Regierungsform des USA-Präsidenten mit der Regierungsform des Na-Hitlers zu vergleichen.

Ich fasse es nicht! Ja, wo leben wir denn?

Nie habe ich mich bisher geschämt, eine Deutsche zu sein. Im Nachkriegsdeutschland geboren verleugne ich die Menschenrechtsverletzungen des 3. Reiches nicht, sondern trete dagegen an.

Aber heute schäme ich mich. Und zwar dafür, dass ich meinen Freundinnen und Freunden im In- und Ausland, die ihre leidvollen Erfahrungen auf deutsche Gesetzgeber/innen und Richter/innen zurückführen, welche ihrer Meinung nach nicht begriffen haben, wo der Unterschied zwischen Demokratie und Nazi-Methodik liegt, - heute nicht mehr aus voller Überzeugung widersprechen kann.

Tiefer als mit diesem gleich setzenden Vergleich zwischen Bush-Regierungsarbeit und Hitler-Regierungsarbeit kann eine Politikerin oder ein Politiker der Gegenwart nicht fallen.

Gnade uns Gott, dass wir als Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Stunden nicht das Kreuz wählen, an dem wir demnächst hängen.

Mit besten Grüßen

Dr. Karin Jäckel
Autorin
www.karin-jaeckel-autorin.de

 

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