Papas sind genauso wichtig wie Mamas
3. März 2003
Veröffentlichter Leserbrief in der Mittelbadischen Presse
Zu »Väter sind oft bessere Mütter« vom 24. Februar:
Als ich 1999 erstmals in meinem Buch »Der gebrauchte Mann« auf das Leid verlassener Väter verwies, regnete es überall in der Gesellschaft noch Spott für
die »neuen Leidfiguren der Väterbewegung«. Inzwischen hat sich viel getan. Studien im In- und Ausland weisen nach, was Kinder immer schon wussten:
dass Papas ebenso wichtig wie Mamas sind.
Dennoch scheint dieses Wissen bei den deutschen Familiengerichten noch immer nicht flächendeckend angekommen zu sein. Auch in Offenburg heißt es allzu oft: »Kinder gehören der Mutter! Vater zahlt!« Und zwar nicht nur, weil die Eltern ohne Trauschein lebten und diese Väter laut Bundesverfassungsgericht Menschen zweiter Klasse sind. Sobald Mütter auf stur schalten, verlieren Kinder ihre Väter und Väter ihre Kinder. Die große Mehrheit bereits ein halbes Jahr nach der Trennung. Selbst wenn das Gericht zum Wohle des Kindes feste Umgangstermine befiehlt, ist der Beschluss selten das Papier wert, auf dem er geschrieben
steht, wenn die Mutter nicht will. Zwangsgeld könnte als Strafe erhoben, das Sorgerecht könnte entzogen werden. Die Gesetze sind da. Aber nichts passiert.
Dr. Karin Jäckel
Oberkirch
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