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Leserbrief zu
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31. Oktober 2006http://www.tagesspiegel.de/politik/nachrichten/78951.aspIn meinen Büchern wie "Deutschland frisst seine Kinder" oder "Nicht ohne meine Kinder" setzte ich mich seit Jahre vergeblich für eine zentrale Kontrollbehörde gegen Willkürentscheidungen des Jugendamts und für eine offizielle Definition des Begriffs "Kindeswohl" ein. Aus der Bevölkerung erhalte ich täglich positive Reaktionen. Doch als ich im März des Jahres 2006 die Bundesfamilienministerin von der Leyen auf dieses für Kinder und Eltern so wichtige Anliegen aufmerksam machte, ließ sie mir schreiben, sie sei mit ihrem neuen Amt und ihren eigenen Kindern so ausgelastet, dass sie keine Briefe aus der Bevölkerung und keine ihr empfohlenen Bücher lesen könne. Dass Deutschland bereits mehrfach wegen Menschenrechtsverletzungen gegenüber Eltern und Kindern vor dem Europäischen Menschenrechtgerichtshof verurteilt wurde, bleibt wirkungslos. Als politische Konsequenz der Verantwortlichen in den entsprechenden Ministerien erleben wir als Bürger nicht, dass Jugendamtsmitarbeiter und Familienrichter künftig einer zentralen Kontrollbehörde unterliegen und die juristisch sinnleere Worthülse des "Kindeswohls" endlich mit rechtstatsächlichen Inhalten gefüllt würde. Statt dessen wird die Macht des Jugendamts weiter ausgebaut und geraten Eltern unter Generalverdacht ihres Versagens. Der Weg der Autoaggression ist ohne Zweifel falsch, wenn Eltern und Kinder sich selbst Leid antun, um das ihnen von den Verantwortlichen in Politik und Familiengerichtsbarkeit angetane Leid zu überdecken und aus der Ohnmacht heraus eine letzte vermeintliche Machthandlung zum Suizid ausüben. Die Schuld daran aber liegt bei denen, die Familien in Deutschland seit Jahren in unverantwortlicher Weise für "out" erklären und sie nach dem Motto der amtierenden Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Familie ist, wenn alle aus demselben Kühlschrank essen.", kaputt regieren. Dr.phil. Karin Jäckel |
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