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Als ich im August 1997 mein Buch "Der gebrauchte Mann. Abgeliebt und abgezockt. Väter nach der Trennung" veröffentlichte, schrieb die bekannte Journalistin Christine Brink in Ihrem sehr guten Focus-Kommentar, es sei mir gelungen, Mütter und Frauen als "Mega-Biester" zu präsentieren.
Wie groß die Anzahl derartiger "Mega-Biester" ist, schien damals noch unglaublich. Viel mehr löste mein Buch eine Welle der Empörung und Frauensolidarität aus, weil es das Tabu aufhob, das Leid und die Verzweiflung von unbescholtenen Vätern zu beschreiben, die ihre Kinder lieben und sie allein deshalb nicht mehr sehen dürfen, weil die Mutter den Vater nicht mehr sehen will.
"Abgeliebt" und durch einen neuen Partner ersetzt, "abgezockt" durch gnadenlose Unterhaltspflichten und Single-Besteuerung trotz Vollfamilienversorgung, zu arm für eine neue Familie, - dieses Vater-Elend rief bei Erscheinen meines Buches nur allzu oft bloß ein schadenfrohes Grinsen hervor und trug mir neben sehr vielen Briefen Betroffener eine bislang nicht gekannte Flut von hasserfüllten Anrufen und Drohbriefen von Frauen ein.
Eine besonders Findige hatte es geschafft, Freundinnen zu aktivieren, die meine Telefonnummer bundesweit in öffentlichen Telefonzellen unter "Telefonsex" eintrugen. Eine unter ihnen war so herzerfrischend offen, es mir in einer langen Wut-eMail zu verraten.
Ich habe mein Buch damals geschrieben, weil ich zutiefst überzeugt bin, dass alle Kinder ein unantastbares Geburtstrecht auf die Liebe und das Zusammensein mit ihrer Mutter UND ihrem Vater haben. Und weil ich ebenso sicher bin, dass wir nur dann unseren Kindern gerecht werden, wenn wir ihnen endlich zugestehen, dass sie eigene Persönlichkeiten mit eigenen Rechten und derselben unantastbaren Würde sind wie Erwachsene.
Als dreifache Mutter und Tochter weiß ich, wie wichtig Väter sind. Deshalb: Danke für diesen Focus-Report!
Dr. Karin Jäckel
Autorin
http://www.karin-jaeckel-autorin.de
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