Leserbrief zu
"Die betrogene Familie"

DIE ZEIT Nr 6 1-2-2001 Titelseite
"Die betrogene Familie"

Endlich wacht die Presse auf! Als ich im Herbst 2000 mein Buch "Deutschland frisst seine Kinder, Familien heute: Ausgebeutet, ausgebrannt" im Rowohlt Verlag veröffentlichte, hielt man meine Rechercheergebnisse über die Ausbeutung und Vernachlässigung von Familien und Kindern noch für frauenfeindlich.

In Wahrheit habe ich nachgewiesen, dass die Familienpolitik bei RotGrün diesen Namen nicht verdient. Die "nette Frau Bergmann" ist nicht nur "in der Männerwelt gescheitert", wie Susanne Mayer ausführt, sondern sie ist an ihrer radikalfeministischen Zielsetzung gescheitert, nicht die Familie, nicht die Kinder, sondern "die erwerbstätige junge Frau" und den Entzug von Männerprivilegien in den Mittelpunkt ihrer politischen Dienstleistung zu stellen.

Dieses Ziel, so teilte sie mir in einem Schreiben mit, lasse sich bereits aus dem Namen ihres Ministeriums ableiten.
"Familie ist, wenn alle aus demselben Kühlschrank essen", sagte Ulla Schmidt, die neue Bundesgesundheitsministerin der SPD, noch im letzten Wahlkampf. Inzwischen ist dieser Kühlschrank leer.

Dr. Karin Jäckel