Welches Tier besaß sogar gepanzerte Augenlider?
Die ersten schwer gepanzerten Dinosaurier gab es während des Juras. Auf diese Nodosaurier folgten in der Kreide die Ankylosaurier. Eines ihrer gewaltigsten Exemplare war der sechs Meter lange, zwei Tonnen schwere und rundum gepanzerte Enoplocephalus, dessen Panzerschwanz in zwei Knochenkeulen
auslief. Ein Schlag mit dieser mörderischen Waffe sorgte für gebrochene Knochen. War der Feind auf diese Weise einmal nicht zu vertreiben, war der Enoplocephalus noch längst nicht am Ende. Blitzschnell warf er sich in einem solchen Fall platt zu Boden, zog die Füße unter sich und schloß die
Augen. Sogar die Augenlider waren nämlich gepanzert. Vor einer solchen Festung mußte dann selbst der hungrigste Feind sich geschlagen geben. Wie wirksam dieser Trick war, beobachten wir heute noch an allen Gürtel- und Schuppentieren.
Welcher Dinosaurier trug tausend Zähne im Maul?
Der 13 Meter lange Edmontosaurus. Von seiner Sorte entdeckte man besonders viele Schädel. Obwohl sein Vordermaul wie ein riesiger Entenschnabel geformt und zahnlos war, befanden sich im hinteren Teil stets über 1000 Zähne. Diese bildeten im Ober- und Unterkiefer dichte Reihen. Auf diese Weise entstand eine wichtige Reibfläche. Bewegte der Edmontosaurus seinen Oberkiefer auf dem
Unterkiefer hin und her, gelang es ihm, selbst zäheste Pflanzen fein zu zerreiben. Hatten sich einige Zähne abgenutzt, fielen sie unbemerkt aus und wurden durch neu nachwachsende ersetzt.
Waren Flugsaurier Superflieger?
Wer sehen möchte, wie Flugsaurier unter dem Himmel kreisten, muß Fledermäusen zuschauen. Ähnlich wie diese bewegten sie sich durch rasches Auf-und-nieder-Schlagen der Arme fort. Schwanzträger benutzten das an der Spitze angewachsene Hautsegel als eine Art Höhenruder zum Steuern und Ausbalancieren. Kleinere Flugsaurier waren schnell und geschickt. Große Exemplare aber flogen
reichlich unbeholfen und mußten Aufwinde zum Segeln nutzen. Quetzalcoatlus zum Beispiel, die „gefiederte Schlange", war der stattlichste Pterosaurier der Welt. Mit 86 Kilo Lebendgewicht konnte er sich nur dort aufschwingen, wo über flachem Land die Sonnenhitze für aufwirbelnde Warmluftströme sorgte. Und Pteranodon, ein pelikanähnlicher Fischfresser, brauchte Meeresklippen zum Starten sowie warme Aufwinde über dem Ozean, um während der Jagd nicht abzustürzen. Bei günstigen Windverhältnissen waren jedoch auch die Riesen unter den Flugsauriern echte Könner.
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