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Leseprobe |
"Frau Sandmann
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Der KlingelstreichEs ist Martinstag. Frenkie, Katja und ihre Freunde und Freundinnen haben sich auch im Park getroffen. Sie haben keine Laternen. das ist Babykram, findet sie. "Kommt, wir machen Klingelstreich!" schlägt Timo vor. Im Schutz der Zäune und Hecken schleichen sie auf die Häuser in der Nähe des Stadtgartens zu. Aber Klingelstreiche zu spielen, ist gar nicht so einfach. die meisten Leute haben Bewegungsmelder an ihren Häusern angebracht. Sobald jemand in die Nähe kommt, leuchten die Lampen auf und erhellen das ganze Grundstück. Und gesehen werden wollen die Kinder natürlich nicht. Was nun? Flo hat eine Idee. "Wir müssen die Leute ablenken." Und:"Ps,ps,ps",flüstert er den anderen seinen Plan ins Ohr. Alle brechen in begeistertes Lachen aus. Nur Lissi nicht. "Und wer macht es?" fragt sie. Katja schaut Lissie mitleidig an. Lissie ist doch ein richtiger Angsthase. Katja kennt ihre beste Freundin sehr genau. "Ich komm mit", sagt sie schnell und nimmt ihre Hand. Dankbar lächelt Lissie Katja zu. Während die Mädchen auf die Haustür losgehen, und der Bewegungsmelder alle Ecken des Hauses erhellt, drückt Frenkie sich verstohlen in den Garten und schleicht zum Hintereingang. Lissie hat Herzklopfen Ein Knacken im Türöffner. Schritte im Haus. Eine Frau öffnet, schaut hinaus. Die Kinder sind nicht mehr da. Verwundert lauscht die Frau ins Dunkle hinaus. Die Kinder, die im Schutz der Hecke vor dem Zaun alles beobachten, zerspringen fast vor Lachen. In diesem Moment hören es alle: Im Haus schrillt eine Klingel. Schrillt und schrillt und hört gar nicht mehr auf. Die Haustür, die sich eben erst geschlossen hat, springt wieder auf. "Ach so!" sagt sie zu sich selbst und eilt ins Haus zurück. "Au!" "Ich glaube, ich weiß auch schon wie", meint Frenkie. Und tatsächlich, so ist es. Es stehen drei verschiedene Blumentöpfe dort. Sie sind groß und schwer. Trotzdem gelingt es den Kindern, einen nach dem anderen anzuheben und den Schlüssel zu finden. "Hier bin ich!" ruft die Frau. Sie sitzt zusammengekauert auf der untersten Treppenstufe und hält mit beiden Händen ihr Bein fest. Alle Kinder helfen mit, als die Frau sich aufzurichten versucht. Sie stützen und schieben, und langsam gelingt es der Frau, sich in ihr Gästezimmer zu schleppen. Katja hat ein Telefon entdeckt. Schüchtern zieht sie es zu der Frau herüber. Frenkie und Katja tauschen einen Blick. Mit einer kleinen Kopfbewegung zeigt Frenkie zur Tür. Und leise, während die Frau telefoniert, schleichen die Kinder, einer nach dem anderen hinaus. "Hallo!" hören sie es hinter sich. "Laterne, Laterne", singen sie auf dem Heimweg. |
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