Sag keinem, wer dein Vater ist

Sag keinem, wer dein Vater ist. Das Schicksal von Priesterkindern.  

Erschienen im Bitter-Verlag
1992
Bestsellertitel
Originalauflage vergriffen
seit Bankrott des Verlages

Lizenz im Piper-Verlag
1994

Neuauflage bei Bastei-Lübbe 1998
14,90 DM
ISBN 3-404-60456-3


Völlig neu überarbeitet

Erschienen bei Bastei Lübbe am 17. Februar 2004

ISBN 3-404-60543-8
Preis: 7,90 EUR (D)



Buchbesprechungen           Leseprobe

Dieses engagierte und sehr solide recherchierte Buch fragt nach dem Weg ins Leben von besonders vorbelasteten Kindern:
denen von Priestern. Priesterfrauen und ihre so sehr aus dem Rahmen des Gewohnten fallenden Beziehungsprobleme waren schon mehrfach in der Diskussion - ebenso das Thema Zölibat, diese verhängnisvolle und unbarmherzige Verpflichtung, daß ein katholischer Priester nicht heiraten darf. Sag keinem, wer dein Vater ist. Das Schicksal von Priesterkindern. Briefe, Berichte und interviews werden hier vorgelegt, die allesamt von Leidensgeschichten zeugen.

Doch die Kinder sind es, die die Probleme ihrer Eltern eigentlich austragen. Sie dürfen - oftmals - nicht wissen, wer ihre Väter sind.Oder sie wissen es, dürfen es aber nicht sagen. Ein Kind, das seinen Vater nicht kennen darf, durchleidet zerstörerische Angst. Solche Kinder haben vielfach dieselben Symptome wie behinderte Kinder, sind psychisch schwer gestört.
Sag keinem, wer dein Vater ist. Das Schicksal von Priesterkindern. Als man Hansjörg, 12, mitteilte,sein Vater sei der Kapuzinerpater Thomas, den er schon lange kannte, aber eben nicht als sein Vater, erlitt er einen schweren Schock. Er hörte auf zu sprechen. Mutismus nennen die Ärzte das.

Sag keinem, wer dein Vater ist. Das Schicksal von Priesterkindern.

Kinder, die mit Angst und Lügen aufwachsen - so belegen die erschütternden Zeugnisse und Berichte dieses Buches - haben keine Kindheit. Daß der Zölibat in der katholischen Kirche neu überdacht werden muß, ist nur eine Konsequenz dieser Zeugnisse.

 
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