Buchbesprechungen

"Isis, die Fürstin der Nacht"

Dieses Buch lässt mich einfach nicht mehr los

12. Mai 2003

Guten Abend, Frau Jäckel!
Wenn ich mich vorher einmal kurz vorstellen darf:
Mein Name ist Birgit und ich bin 18 Jahre alt. Lesen ist eines meiner liebsten Hobbies, Bücher "verschlinge" ich.

Ich bin auf Sie durch ein Buch von Ihnen aufmerksam geworden, welches ich mir am Bahnhof gekauft habe. Ich hatte es in nicht ganz 9 Stunden Zugfahrt durchgelesen.
Es ist das Buch "Isis - die Fürstin der Nacht"

Seitdem ich das gelesen habe, denke ich über die Geschichte von Isis nach, was Ihr wiederfahren ist. Sie müssen wissen, wenn ich ein Buch lese, dann versetze ich mich in die Personen hinein um die es geht. Ich habe diese Leidensgeschichte zwar nicht am eigenen Leib erfahren, aber mir tat es in der Seele weh so etwas zu lesen. Wozu Menschen fähig sind, insbesondere Eltern...
Sogar jetzt kommen mir die Tränen.

Es ist mir einfach ein Rätsel wie man sowas nur denken kann, so wie die Seth-Familie denkt, oder gedacht hat. Wie man seinem eigenen Kind so etwas antun kann, aber ich kann sie auch irgendwo verstehen. Wenn sie an sowas glauben, denken sie, es ist richtig. Nur das sie dem Kind Schmerzen zufügen und die Zukunft "versauen", daß das Kind psychisch und physisch krank ist, dem EIGENEM Kind...Ich kann meine Gedanken nicht in Worte fassen.

Wenn Sie Isis mal sprechen, oder irgendwie Kontakt mit ihr haben, dann grüssen sie sie unbekannter Weise einmal von mir. Ich kann mir vorstellen, daß sie Mitleid nicht gebrauchen kann und es gar nicht möchte. Das Gefühl möchte ich auch nicht vermitteln.

Ich frage mich, wie sie es nun schafft zu leben, ob sie nun weiss was richtige Liebe ist, wie sich das anfühlt. Ich meine nun nicht die Liebe zu ihrer Tochter. Aber ich denke, hoffe, das sie nun weiss wie es ist, wirklich (aus warmen Herzen) geliebt zu werden.

Den genauen Grund wieso ich Ihnen diese E-Mail schreibe weiss ich nicht, ich habe auch niemals so etwas vorher getan, aber dieses Buch lässt mich einfach nicht mehr los.

Ich hoffe, Sie finden Zeit mir irgendwann einmal zu antworten.

Somit verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Birgit

 

Karin Jäckels Antwort vom 12. 5. 2003