Leseprobe

"Deutschland frißt seine Kinder-
Familien heute: Ausgebeutet - ausgebrannt"

Teil 1 - Familienzersetzung durch Ideologieveränderungen im Spiegel der Zeit

Familie ist ...

  • Familie im Wandel der Ideologien
  • Von der Zweckgemeinschaft...
  • ... zum Matriarchat
  • Über das Patriarchat...
  • ... zum Staat
  • Die Ehe als Keimzelle des Staates
  • Wilde Ehe in wilden Zeiten
  • Als aus Liebe Sünde wurde
  • Ehre sei dem Vater und dem Sohn
  • Von der gekauften Braut
  • Warum der Startschuss für die Emanzipation der Frau von Männern ausging
  • Ehe als Privileg der Reichen
  • Es lebe die Familie!
  • Die Rückkehr der Liebe als Ehestifter
  • Die vaterlose Gesellschaft
  • Mutterschaft will gelernt sein
  • Familie heute ist ...

Teil 2 Familienzersetzung durch politischen Machtmissbrauch und Ignoranz

Die wahre Gefährdung und Zersetzung der Familien kommt nicht von innen

  • Vom Menetekel an der Wand
  • Familienpolitik = Große Worte, wenig dahinter
  • Von der Pflicht des Staates zum Schutz der Familien
  • Rückkehr zur Allmacht der Bosse?

Teil 3 Von der Gefährdung der Familien durch politische Realitätsverzerrung (Auszug aus diesem Kapitel hier am Ende)

Das Märchen vom Lamm und dem bösen Wolf - und warum Märchen auch durch Wiederholungen nicht wahr werden

  • Von der Ächtung häuslicher Gewalt – aber nur bei Männern
  • Von "Männerhäusern" in Berlin: ein wenig Realo-Satire
  • Vom Ende der Privatheit in Familien – alles nur wegen böser Männer?
  • Von Bündnissen für Arbeit – aber nicht für alle
  • Bündnisse für die Jugend? – Nein, Frauen zuerst
  • Von Bündnissen zur beruflichen Besserstellung – aber nur für Frauen
  • Partnerschaftlichkeit – oder was Frauen und Mütter wirklich wollen
  • Väter – Elternteile zweiter Klasse?
  • Wer Männer gleichberechtigt sehen will, braucht Mut. Selbsterfahrungen
  • Petitionen für Papa

Friedrich Engels und Simone de Beauvoir als Lichtgestalten heutiger Familienpolitik

  • Anti-Familien-Propaganda mit Hilfe der Medien
  • Von der Wirksamkeit ideologischer Tretminen

Teil 4 Die Familie als Melkkuh der Solidargemeinschaft

Vom gesellschaftlichen Wert der Familien

  • Der dümmste Bauer füttert die Kuh, die er melken will
  • Die Lüge vom Segen "autonomer" Mütter für die bessere Entfaltung der Kinder - und was wirklich dahinter steckt
  • Wenn der Staat das Erziehungsmonopol ausübt. Ein Beispiel

Wie Familienfrauen das Bruttosozialprodukt steigern und dennoch leer ausgehen

  • Was Familienarbeit der Solidargemeinschaft wert sein müsste
  • Kleine NURHausfrauen - Episode am Rande
  • "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" – Sesam-öffne-dich oder Lockruf der Sirenen?
  • Ein Kaschperletheater für 10 Millionen oder warum für die Kinder der Bundestagsmitarbeiter/innen nichts zu teuer ist
  • Familienfrauen und Mütter unter dem Doppeljoch
  • Ein Gehalt für Familienarbeit wäre längst finanzierbar – trotzdem das "Letzte"?
  • Warum der "Staatsvertrag Ehe" Familien gefährdet oder "Wären Sie gern Ihre Frau?"
  • "Mach die Augen zu, was du dann siehst, das gehört dir."
  • Kann der Gesetzgeber den Gemeinschaftsgedanken der Ehe nicht besser schützen?
  • Taschengeld für Mama: Ein wenig Realo-Satire
  • Ausbeuten ja, schützen nein – oder warum der Gesetzgeber Mütter, die kein Geld verdienen, weniger schützt als ihre Kinder
  • "Wir wissen erst, wie sehr wir sie brauchen, seit es sie nicht mehr gibt."
  • Deutschland frisst seine Kinder oder der geplatzte Generationenvertrag
  • Von Kinderstrafsteuern und ausgebrannten Eltern
  • Ausgesteuert – die Armut in Deutschland ist ein Kind
  • Denn wir sind das Volk

Teil 5 - Überforderte Eltern – geschädigte Kinder

Entwarnung für Prügel-Eltern?

Kinder als Liebeskiller – oder haben deutsche Eltern bloß schlechtere Nerven als andere?

  • Abwesende Väter und die Folgen
  • Mama, wo ist Papa?
  • Mütter wider Willen oder warum der Schutz des ungeborenen Lebens zu wenig ist

Was sich ändern muss

Anhang: Literatur - Die Autorin - rororo zum Thema


Teil 3 Von der Gefährdung der Familien durch politische Realitätsverzerrung

Das Märchen vom unschuldigen Lamm und dem bösen Wolf - und warum Märchen auch durch Wiederholungen nicht wahr werden

Es ist eine seltsame Wirklichkeit, die durch die heutige Frauen- und Familienpolitik gezeichnet wird. Will man den Verlautbarungen glauben, sind Frauen in Deutschland nicht gleichberechtigt mit Männern. Sie sind vielmehr trotz demokratischer Landesverfassung und gesetzlicher Gleichberechtigung die ewig Kleinen, Schwachen, Schutzbedürftigen, weil von den Männern unterdrückt. Hilflos, wehrlos, ein greinendes Häuflein Elend, die im Lebenskampf nur deshalb nicht gnadenlos von egoistischen Ignoranten und Gewalttätern untergebuttert werden, weil es in der politischen Führungsspitze als Männerdomäne inzwischen zu 35 Prozent Powerfrauen gibt.

Frauen wie Ursula Engelen-Kefer zum Beispiel, Vizechefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die am 8. März 2000 laut ADN-Monitor-Meldung erklärte, Frauen hätten im Verlauf der Geschichte "schon viel erreicht. Wir sind aber von Gleichberechtigung noch weit entfernt." Daher fordere sie im Namen des Deutschen Gewerkschaftsbundes nicht nur mehr Möglichkeiten der Erwerbstätigkeit für Frauen, sondern auch mehr Macht und Einfluss.

Oder Frauen wie Renate Künast, Grünen-Fraktionschefin im Berliner Abgeordnetenhaus, und Antje Radcke, Grünen-Vorstandsprecherin, die unter dem Motto "Frauen schmeißen die Wirtschaft" in das gleiche Horn stoßen und nach einem Gleichstellungsgesetz verlangen, welches den Frauenanteil in den Führungsetagen deutscher Betriebe und an der Börse ebenso zwingend wie massiv steigern werde.

Frauen auch wie Justizministerin Herta Däubler-Gmelin, die verkündete, die Bundesregierung der SPD-Bündnis 90/Die Grünen wolle die "Restbestände der Ungleichheit" beseitigen, in dem die Rechte der Frauen in Familienkrisen gestärkt würden.

Frauenförderung, so weit das Auge reicht. Und stets mit dem Mittel der Schwächung des Mannes. Ist es das, was Frauen wollen? Was Familien brauchen? Ist es im Sinne der selbstbestimmten Frau, sich von anderen Frauen als schwach und unterdrückt präsentieren zu lassen? Oder werden wir als Allgemeinheit der Frauen nicht vor den Karren der Frauenminderheit gespannt, die Anspruch auf bestimmte Vorrechte erhebt? Und nutzt es Familien, wenn ausschließlich Frauen für alle Krisensituationen mit einem Gesetz winken können und sich auf Übervater Staat als Beschützer berufen dürfen, der Männern in jedem Fall die rote Karte zeigen muss und wird? Heizt dies die Schärfe der Auseinandersetzung zwischen Frau und Mann nicht erst an, und treibt es in kriselnde Beziehung nicht erst den Keil, anstatt bessere Möglichkeiten zur privaten partnerschaftlichen Regelung zu schaffen und die Individuen in ihrer Eigenverantwortung zu bestärken?

Nach mehreren tausend Interviews, die ich im Laufe von rund 14 Jahren anlässlich der Veröffentlichung von bisher 21 sozialkritischen Sachbüchern mit Frauen und Männern aller Altersgruppen und aus allen sozialen Schichten über ihre Paarbeziehung, ihre beruflichen und familiären Krisen und Erfolge, ihre persönlichen Träume, ihre Ideologien und politischen Vorstellungen führte, kann ich sagen, dass heutige Frauen weder schüchterne Häschen sind noch sein wollen noch sich dazu machen lassen. Sie lieben im Gegenteil die Provokation, vor allem die der sexistischen Macht, und sind sich ihrer gerade im Sexus liegenden Herrschaft über den Mann oder gleichgeschlechtliche Bewunderinnen genauestens bewusst. Nur zu oft bringen sie sich aus diesem übersteigertem Machtgefühl heraus und voller Vertrauen in die eigene Unversehrbarkeit in Gefahren, die zu vermeiden gewesen wären, hätte frau nicht nur die eigene Person im Blickfeld sondern auch die Psyche des bewusst und durchaus lustvoll herausgeforderten und bis an die Grenze der Selbstkontrollfähigkeit gereizten Gegenübers. Aber es geht Frauen ja gar nicht ums Vermeiden von Gefahren. Sie lieben Gefahren und Herausforderungen und den Kitzel zum Beispiel beim Bungeespringen, beim Wildwasserrafting, beim Steilwandklettern und Fallschirmspringen, beim Extrem-Biking und Paragliding. Sie lieben es ein bisschen oder mehr sado, ein bisschen oder sehr maso, sie lieben es, Verführerinnen zu sein und den Mann auf kleiner Flamme zur Explosion zu köcheln oder im letzten Moment kalt abzustellen. Sie lieben es, Siegerinnen zu sein und genießen es, als gleichberechtigte Bürgerinnen das Recht dazu zu haben und es als Männern gleichgestellte Partnerinnen auszuüben. Und zwar mit der allergrößten Selbstverständlichkeit der Welt.

Zumal junge Frauen, die laut Statistik am häufigsten Gefahr laufen, zu Gewaltopfern zu werden, sind im Allgemeinen sportlich und aufgrund von Ausdauertraining zum Beispiel beim Joggen, Rollerskaten, Aerobic, Jazz-Tanz oder im Fitness-Studio zu schnellen kraftvollen Gegenwehrmaßnahmen fähig. Oft sind sie auch in Kampfsport- und Selbstverteidigungstechniken geschult. Anders als die Frauen und Mädchen älterer Generationen haben postmoderne Frauen schon als Kinder und Jugendliche geringe Hemmschwellen vor Handgreiflichkeiten gegenüber Jungen und Männern und haben kein Problem damit, Knie und Zähne einzusetzen. Last - not least - gehören Tränen- oder Farbgase, schrille Trillerpfeifen, Schreckschussrevolver oder Stromstöße austeilende Abwehrgeräte fast schon selbstverständlich in jede Frauenhandtasche und sind in den vor allem in Städten verbreiteten Frauenläden oder im Frauenladenversandhandel überall erhältlich. Wenn Frauen sich als schwach darstellen, machen sie sich allenfalls listenreich die Sehnsucht des Mannes nach dem schwachen Weib, das er beschützen kann, zunutze, indem sie Schwachheit vortäuschen, um sich Vorrechte zu sichern.

Im Allgemeinen aber sehen sie den politischen Geschlechterkampf eher wie Esther Vilar, die so klug in ihrem Buch "Heiraten ist unmoralisch" formulierte: "Und keine der selbstlosen Kämpferinnen für unsere Sache kam auch nur auf die Idee, uns übrige Frauen zu fragen, ob wir mit dem Stigma des Opferlamms einverstanden sind."

Von der Ächtung häuslicher Gewalt - aber nur bei Männern

Woran denken Sie, wenn das Stichwort "Gewalt in der Partnerschaft" fällt? An Prügeleien vermutlich, an Vergewaltigung, Mord und Totschlag. Und an Männer. Spätestens seit den Ende der 70er- gestarteten und in den 80er-Jahren massiven Aufklärungskampagnen über sexuellen Kindesmissbrauch ist die Rollenverteilung im öffentlichen Bewusstsein klar: Alle Männer sind potentielle Täter und Väter sind besonders oft Täter, denn Männer werden mit "Tatwaffe" geboren. Und Opfer sind immer die Frauen, ob klein oder groß. Nur ausnahmsweise trifft es auch Jungen, aber bloß, so lange sie klein und schwach und mädchenhaft sind und erst noch lernen müssen, dass echte Kerle "Gewalt als legitimes Mittel zur Bedürfnisbefriedigung" ansehen.

So lange Frauen kleine Mädchen sind, üben Männer an 150000 bis 300000 von Ihnen in jedem Jahr sexuelle Gewalt aus, rechneten die im Berliner Frauenschutz-Bereich tätigen Sozialwissenschaftlerin Barbara Kavemann und die Rechtsanwältin Ingrid Lohstöter 1994 unter Berücksichtigung von DunkeIzifferangaben des einseitig parteilich zugunsten von Frauen und Mädchen agierenden Opferschutzvereins Wildwasser e.V. und des im Bundeskriminalamt tätigen Opferschutzspezialisten Michael C. Baurmann in ihrem Buch "Väter als Täter" aus. Jedes dritte bis vierte Mädchen sei betroffen, etwa alle drei Minuten eines. Ein Schätzwert, der unbewiesen und oft kritisiert, aber so häufig in den Medien wiederholt wurde, bis er in den Köpfen der Bevölkerung Wahrheitsgehalt erhielt.

Und bei diesen unbewiesenen Zahlen ist es auch geblieben, als in den 90er-Jahren das allgemeine Interesse an den schändlichen Verbrechen des sexuellen Kindesmissbrauchs weitestgehend erlosch, das Thema für die Medien ausgebrannt war und die erwachsene Frau zum fürsorgebedürftigen Hätschelkind der Politik hoch geschaukelt wurde.

Nicht nur jedes dritte bis vierte Mädchen werde zum Opfer seines Vaters, sondern auch jede dritte bis vierte Frau werde zum Opfer des liebsten Menschen, den sie hat, nämlich ihres Ehepartners oder Lebensgefährten, heißt es nun mit ebenfalls ungesicherten Zahlen aus dem Bundesfamilienministerium. Und wie damals angesichts der Zahlen der sexuellen Kindesmissbrauchskampagnen schreit das entsetzte Volk auch diesmal wieder auf.

In Wahrheit aber werden nicht nur Frauen zu Opfern von ausschließlich von Männern ausgeübter Gewalt. Auch Männer - und zwar immer noch weitaus mehr Männer als Frauen - werden zu Opfern von Gewalt. Nein, nicht nur zu Opfern von Männergewalt. Immer mehr Männer überwinden die Angst vor einem Imageverlust als starker Held und gestehen, Opfer von Frauengewalt geworden zu sein.

Arne Hoffmann, Lektor, Autor und Vorsitzender der "Männerbewegung Mainz" summiert in der "Frauen beginnen die meisten Zwischenfälle häuslicher Gewalt. Frauen benutzen dabei dreimal so häufig Waffen wie Männer. Wenn Frauen Erwachsene ermorden, sind die meisten Opfer männlich. Frauen begehen 50 Prozent der Morde am jeweiligen Partner."

Behauptungen, die Frauenschützerinnen und Frauenschützer zu Empörungsschreien veranlassen. Gleichzeitig aber Behauptungen, die weltweit in erstaunlicher Fülle zu belegen sind.

Zum Beispiel zeigen die in den USA von K. D. O'Leary und J. Barling veröffentlichten Zahlen einer Langzeitstudie zur Frage über "Prevalence and Stabiliy of Physical Aggression Between Spouses" (Vorherrschen und Stabilität körperlicher Gewalt zwischen Lebensgefährten), dass eine deutliche Minderheit von einem Drittel der befragten Männer (31 Prozent) und eine Mehrheit von knapp der Hälfte der befragten Frauen (44 Prozent) im Jahr vor der Hochzeit handgreiflich gegeneinander wurden. Dieser Trend setzte sich während der ersten Ehemonate insgesamt abgeschwächt und mit einem weiteren deutlichen Abfall der männlichen Aggressionen im Vergleich zu den weiblichen fort. So verprügelten nur mehr ein Viertel der verheirateten Männer [25 Prozent) ihre Frauen, aber gut ein Drittel der Frauen (32 Prozent) ihre Männer. (Journal of Consultuing and Clinical Psychology 1989, Vol. 57, No. 2)

Sollten Untersuchungsergebnisse wie diese den Expertinnen und Experten des Frauenschutzes tatsächlich unbekannt sein? Wohl kaum. Weit eher wird alles, was der Zielsetzung der Frauenschützerinnen und Frauenschützer entgegen steht, schlicht ignoriert und der interessierten Öffentlichkeit unterschlagen. Demagoginnen und Demagogen agieren so, Diktatorinnen und Diktatoren, deren Machterhalt auf der Verdummung des Volkes basiert.

Genau wie seit rund 20 Jahren dem Opferschutz für sexuell missbrauchte Mädchen Priorität Eins eingeräumt wird und missbrauchte Jungen von bestimmten namhaften Hilfsorganisationen eiskalt abgewiesen werden, baut sich heute eine schlagkräftige Phalanx von Frauenschützerinnen und Frauenschützern auf, die ihre blinde Wut gegen Männer und ihre ebenso blind auf Frauen ausgerichteten Helfersyndrome in scharfe Schwerter des Gesetzgebers umwandeln, mit denen der Familie endgültig der Nimbus des Heilen heruntergeschlagen werden soll.

In diesem Sinne ist das aktuelle 400 Millionen schwere Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Gleichstellung zu werten, welches Männer als Frauenfeinde par excellence definiert und ausschließlich als "neuer Aufbruch in der Frauen- und Gleichstellungspolitik" gemeint ist, dessen Durchsetzung gegen Männer gerichtet ist und "verbindliche Regelungen zur Frauenförderung" vorsieht. Ein "wichtiger Teil des Aktionsplanes aus dem Bundesfamilienministerium wird die Verbesserung des rechtlichen Schutzes vor häuslicher Gewalt sowie die konsequente Verfolgung und Bestrafung der Täter sein", heißt es in einer Aufklärungsbroschüre der Bundesregierung.

Aber was ist Aufklärung wert, die aus Statistiken und vergleichenden Untersuchungen nur die Werte heraus pickt, die genehm sind und ins eigene Bild passen? Wer kann Wert legen auf eine Aufklärung, die durch Verschweigen gegenläufiger Fakten Meinungen bildet und Wissen manipuliert, um Ziele in ein öffentliches Interesse zu rücken, die bei rechtstatsächIicher Information vielleicht niemals verfolgt würden?

Wer Familien in Deutschland schützen, wer die Rechte von Kindern, Frauen und Männern im Lande garantieren und die Gleichstellung der Geschlechter fördern will, muss wahrhaftig sein. Wer aber behauptet "Gewalt in Partnerschaften" sei generell männlich und nur Frauen müssten geschützt werden, der lügt.

Oder wäre etwa die Fülle englischsprachiger Studien, die häusliche Gewalt weltweit als durchaus auch und sogar massiv weiblich entlarven, frei erfunden? Mit einigem Zeitaufwand, wie ihn beispielsweise Arne Hoffmann bei der Recherche zu einem noch unveröffentlichten Buchprojekt über "die 99 verbreitesten Irrtümer über Frauen und Männer" betrieben hat, sind mindestens 95 wissenschaftliche Forschungsberichte, 70 empirische Studien und 16 vergleichende Analysen in kriminologischen, soziologischen, psychologischen und medizinischen Fachzeitschriften aus den USA, Kanada, England, Dänemark, Neuseeland und Südafrika zu entdecken, die häusliche Gewalt Frauen zuordnen.

Niemals wahr gewesen wären unter anderem die erstaunlichen Untersuchungsergebnisse von Murray Strauss, Richard Gelles und Susanne Steinmetz, die bis zur Publikation ihrer vergleichenden Studie im Jahr 1980 in den feministischen Kreisen der USA als Expertinnen und Experten für "Gewalt in der Ehe" galten und danach von ihren ehemaligen Bewunderinnen sogar mit Bombendrohungen attackiert wurden? Ergebnisse, die beweisen, dass schon vor 10 Jahren, als Ehemänner und Väter als Inkarnation des Bösen an den Pranger der Kinderschänder und Ehefrauenvergewaltiger gestellt wurden, ihre Frauen keineswegs Lämmchen waren. Gaben doch 11,6 Prozent der befragten Frauen im Vergleich zu 12 Prozent der Männer an, geohrfeigt, geschlagen, getreten, gebissen, mit Gegenständen beworfen oder auf andere Weise von ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin angegriffen worden zu sein. In einem Viertel dieser Fälle ging die häusliche Gewalt allein vom Mann, in einem weiteren Viertel allein von der Frau aus. Und in der zweiten Hälfte der Fälle gaben sich die Ehepartner zu gleichen Teilen buchstäblich alles. Lüge auch die Berechnung, dass bei einem alle 17,5 Sekunden erfolgenden häuslichen Angriff auf eine Frau alle 15,7 Sekunden ein Mann zur Zielscheibe weiblicher Aggressionen wurde?

Ebenso getürkt wären natürlich die amerikanischen Krankenhaus-Statistiken (Women's Freedom Network Newsletter, Frühjahr 1997, Vol. 4, Nr. 2) über Verletzungsursachen, die zur Notaufnahme in Kliniken führten, welche zeigen, dass häusliche Gewalt an letzter Stelle rangiert? "Was geht uns Amerika an?", mögen viele fragen. Und wie gut, wenn sich jetzt wirklich anführen ließe, dass amerikanische Zustände nicht auf Deutschland zu übertragen und die Nachfahrinnen von Cowgirls und Cowboys von Natur aus handgreiflicher seien als brave deutsche Mädels. Wenn da nur nicht die brandaktuelle deutsche Studie von P. Wetzels, W. Greve, E. Mecklenburg, W. Blisky und C. Pfeiffer über "Kriminalität im Leben alter Menschen" wäre, die 1995 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegebenen wurde. Verkündet diese doch, dass "im Jahr 1991 in der BRD insgesamt ca. 1,59 Mio. Frauen im Alter zwischen 20 und 59 Jahren mindesten einmal Opfer physischer Gewalt in engen sozialen Beziehungen waren, für Männer beträgt die entsprechende Anzahl 1,49 Mio." Und vertieft differenzierender, dass in diesem Zeitraum "mindestens 246000 Frauen zwischen 20 und 59 Jahren sowie mindestens 214000 Männer dieser Altersgruppe Opfer schwerer Gewalthandlungen in engen sozialen Beziehungen wurden."

Demnach rechtfertigt ein vergleichsweise geringer Überhang von Opfern unter Frauen eine beispiellose bundesdeutsche Skandalkampagne gegen Männer wegen erwiesener Gewalttätigkeit bei gleichzeitigem Verzicht auf eine Strafkampagne gegen Frauen, deren Gewalttätigkeit kaum geringer ist?

Angesichts dessen, dass sich das Bundesfamilienministerium bei seiner Antigewaltkampagne zum alleinigen Frauenschutz auf ausgerechnet diese Studie beruft, kann niemand davon ausgeben, dass deren Ergebnisse den Verantwortlichen nicht bekannt seien. Weit eher ist anzunehmen, dass der Wahrheitsgehalt der Studie durch Verschweigen bzw. Hervorheben sinnfälliger Details ein wenig passender gemacht wurde. Warum wohl sonst wurde öffentlich lautstark und mit der üblichen Medienwirksamkeit verkündet, dass im Falle sexueller Gewalt Ehemänner und Lebenspartner die absolut dominierende Tätergruppe stellen? Während gleichzeitig verschwiegen wurde, dass Frauen als Pflegepersonen hemmungslos rabiat gegenüber ihren pflegebedürftigen Männern sind. Dass summa summarum also beide Geschlechter ihre körperliche Überlegenheit gegen Schwächere und vorzugsweise gegen die ihnen am nächsten Stehenden in demütigender Weise wiederholt und massiv ausnutzen, wenn sie Gelegenheit dazu haben, ihnen danach zumute und kein allzu schmerzhafter Widerstand zu erwarten ist.

Und wie steht es um den Wahrheitsgehalt der Aussage, dass in den sechs Berliner Frauenhäusern, die ausschließlich weiblichen Gewaltopfern mit ihren Kindern offen stehen, seit 1995 jährlich zwar rund 2500 "seelisch und körperlich misshandelte Frauen" aber mit dieser Anzahl lediglich 0,2 Prozent aller in der Stadt lebenden Frauen Schutz suchen?

Eine Minderheit, in deren Interesse von Brigitte Schweikert als Gründerin ein zu 60 Prozent vom Bundeshaushalt finanziertes 2,3-Millionen Steuergelder verschlingendes "Berliner Interventionsprogramm gegen häusliche Gewalt" (BlG) eingerichtet wurde, welches in den vier Jahren seines bisherigen Bestehens öffentlichkeitswirksam gearbeitet und zahlreiche Gesetzesänderungen zum besseren Schutz der Frauen initiiert hat - aber kein einziges zum Schutz von Männern als Opfer häuslicher Gewalt. Dafür sah die heutige Bundesfamilienministerin Dr. Christine Bergmann schon als Berliner Senatorin damals wie heute keinen Anlass.

Der Öffentlichkeit zwar nicht verheimlicht, aber in Interviews doch verschwiegen wurde auch die nachfolgende Tabelle von 1997 mit Zahlen des Bundeskriminalamtes, welche nicht nur Straftaten in sozialen Nahgemeinschaften wie Ehe oder eheähnlichen Beziehungen sondern insgesamt gegen Leib und Leben gerichtete geschlechterdifferenzierte Straftaten erfasst. Einmal mehr hat es den Anschein, als sollte niemand wissen, dass Männer fast doppelt so oft zu Opfern werden wie Frauen.

Straftatbestand Angaben in Prozent (absolute Zahlen)männlich Angaben in Prozent (absolute Zahlen) weiblich
Mord / Totschlag 66,8 % (2.478) 33,2 % (1.231)
Straftaten gegen die sex. Selbstbestimmung 6,9 % (985) 93,1 % (13.298)
Raub / räub. Erpressung 69,2 % (53.579) 30,8 % (23.847)
Körperverletzung 67,4 % (254.633) 32,6 % (123.160)
Straftaten gegen die persönliche Freiheit 60,8 % (85.383) 39,2 % (55.049)
Opferzahlen gesamt 64,7 % (397.058) 35,3 % (216.585)

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 1997, Abschnitt 2.1.5

Wäre es angesichts dieser Zahlen und Fakten nicht allerhöchste Zeit, tatsächliche Gleichberechtigung und Gleichstellung der Geschlechter zu betreiben und Opferschutz als Programm für Frauen UND Männer zu finanzieren? Müsste nicht endlich Schluss sein mit dem medienwirksamen Wuterzeugen gegenüber Männern durch Verschweigen der entsprechenden Männer-Opferquoten bei gleichzeitigem Verkünden, dass Frauen öfter zu Opfern häuslicher Gewalt und durch Schläge der Männer, die sie lieben, verletzt würden als in der Summe aller Verkehrsunfälle und übrigen Straftaten?

Im Interesse aller Menschen und ganz besonders zum Schutz der Kinder und Familien muss es verboten werden, den Begriff der Gewalt auf der Basis einseitig manipulierter Behauptungen als "männlich" zu definieren.

Gewalt ist menschlich. Sie wird von Frauen und Männern in fast gleichen Dimensionen verübt. Sie ist verwerflich, von wem immer sie kommt. Und es ist eine besonders perfide Form dieser Gewalt, wenn Frauen sich durch Diffamierung von Männern und auf Kosten von Männern Schutzprogramme und dazu erforderliche Geldmittel erlisten, die gleichermaßen bedürftigen Männern nicht zur Verfügung gestellt werden.

Fragt man sich, wie die feministischen Frauenschützerinnen und Frauenschützer zur Ermittlung des Frauen angetanen Ausmaßes "männlicher" Gewalt kommen, ist es erforderlich zu prüfen, was sie denn überhaupt als Gewalt empfinden und strafrechtlich ahnden wollen. Hilfreich zur Aufklärung darüber könnte der fast beliebig zu erweiternde Männer-Gewalt-Katalog des "Berliner Interventions-Programms" sein. Dieser führt zum Stichwort Gewalt im Einzelnen an:

Körperliche Gewalt Bedrohung Seelische Gewalt Herrschergewalt
Sexuelle Handlungen gegen den Willen der Frau Der Frau durch Blicke, Gesten, Taten, Worte Angst machen Der Frau Schuldgefühl einreden Der Frau Geld zuteilen oder entziehen
Schlagen Kinder weg zu nehmen Vorschriften machen Als Dienerin behandeln
Treten Geld weg zu nehmen Kontrollieren Nicht im Haushalt helfen
Würgen Schläge androhen Kontakte verbieten Nicht bei den Kindern helfen
  Blamage androhen Beschimpfen Konten nicht offen legen
    Demütigen Sonderrechte für den Mann
    Lächerlich machen  

Vielleicht staunen Sie ebenso wie ich über diese Auflistung, die mir vor allem eines klar gemacht hat, dass nämlich wohl jeder Mensch einen Großteil derartiger Gewalterfahrungen nahezu täglich macht und zwar von Kind an. Mit dem einen Unterschied, dass die wenigsten Menschen die Mehrheit dieser Vorkommnisse und Erfahrungen als Gewalt beschreiben würden. Als Messlatte für die Entscheidung, wo Gemeinheiten, Bosheiten, Frechheiten und dergleichen mehr als Gewalt eingestuft werden, scheint mir bei diesem Katalog überwiegend die subjektive "Zimperlichkeit" zu gelten. Mit dem gemeinhin unter dem Begriff der Gewalt verstandenen Tatenkatalog hat der feministische Katalog wenig zu tun. Insofern klaffen bei der Information der Bevölkerung über das Ausmaß der Frauen angetanen Gewalt durch Männer nicht nur wegen der einseitig parteilichen Selektion der Zahlen sondern auch in Ermangelung einer einvernehmlichen Definition dessen, was Gewalt ist, Abgründe zwischen den gesendeten und den verstandenen Botschaften auf.

Anders ausgedrückt, bekämpft die vom "BIG" so hoch gepriesene, zur Chefinnensache der Bundesfamilienministerin erklärte Sensibilisierungs- und Gesetzesänderungskampagne ein Gewaltpotential, dessen wahres Ausmaß rechtstatsächlich ungeklärt ist.

In des Familienministeriums Welt sind Frauen Opfer und Männer Täter. Grauzonen mit umgekehrten Vorzeichen gibt es dort anscheinend nicht. Eine Einäugigkeit, die besonders in den Fällen folgenschwer wirkt, in denen Beschuldigte - im Gegensatz zum übrigen deutschen Strafrecht - ihre Unschuld beweisen müssen. Kann doch die vollzogene Vorverurteilung der Männer im Sinne des Schlagwortes "Gewalt ist männlich" im Verbund mit dieser ausdrücklichen Beweislastumkehr dazu führen, dass Anschuldigungen oder Anzeigen und Anklagen von Frauen gleich Beweisen gewertet werden, im Nachhinein als falsche befundene Anschuldigungen aber kaum jemals strafrechtlich relevant verfolgt werden. Beweise für die Berechtigung dieser Besorgnis finden sich in erschreckend hoher Zahl im Zusammenhang mit fälschlich erhobenen Missbrauchsvorwürfen gegen Väter.

Im höchsten Maße bedenklich also, dass die Bundesfamilienministerin auf die Frage, wo Männer bleiben, wenn sie im Sinne der Beweislastumkehr durch Beschuldigung der Gewalthandlung überführt und im Eilverfahren aus der gemeinsamen Familienwohnung entfernt wurden, Hausverbot erhielten oder gar eine "Bannmeile" über sie verhängt wurde, in einem Brigitte-Interview erklärte: "Die müssen sehen, wo sie bleiben - bei Freunden oder im Hotel. In Österreich wurden bisher in weit mehr als 2.000 Fällen die Täter aus der Wohnung verwiesen - die meisten gingen zu ihrer Mutter zurück."

Unterschlagen wird die Tatsache, dass die Mehrheit obdachloser Männer erst durch Scheidung und bewusster Ausgrenzung aus der Familie durch die Ehefrau ihr Dach über dem Kopf verlieren und auf Trebe gehen. Und dass es, wie Georg Friedenberger 1999 in "Die Rechte der Frauen" ausführt, kein einziges staatliches Sonderförderprogramm für die 85 Prozent männlicher Stadt- und Landstreicher gibt, wohl aber eines für die Minderheit von 25 Prozent Frauen unter ihnen.

Ähnlich einäugig argumentierte Justizministerin Herta Däubler-Gmelin, als sie am 8. März 2000 ausführte, "es dürfe mehr länger hingenommen werden, dass tätliche Auseinandersetzungen in den Familien die Frauen in Frauenhäuser treiben, während die Männer ihr Wohnrechte behielten."

Auch hier also von Täterinnen keine Rede.

Natürlich hat Marion Böker, Bundesfrauenbeauftragte der Grünen, Recht, wenn sie in einer E-Mail am 29.3.2000 schreibt: "In der Tat erfahren Mädchen/Frauen Gewalt durch Männer, Gewalt, die noch immer als "Kavaliersdelikt" toleriert wird, in Männerkreisen, und deren zerstörerischer Wirkung sich die Opfer nur schwer und durch viel Arbeit an sich und professioneller Hilfe widersetzen können, um weiter zu leben und um dieselbe Gewalt nicht an ihre Kinder weiter zu geben oder geben zu lassen." Aber warum diese Einseitigkeit? Mit welchem zweifachen Maß wird hier gemessen, wenn Frau Böker wütend beklagt, dass von Männern ausgehende Gewalt in Männerkreisen als Kavaliersdelikt gelte, sie selbst aber im Einvernehmen mir anderen Feministinnen die von Frauen ausgebende Gewalt völlig ignoriert, dieser also noch weniger als den Status eines Kavaliersdeliktes beimisst? Hieß es früher "Was der Herr macht, das ist wohl getan", so soll es jetzt heißen "Was die Frau macht, das ist wohl getan"?

Warum konstatiert Frau Böker, dass es auf eine "absolute Menschenverachtung" deute, wenn Männer auf ihrer Seite "die Sache abtun wollen", während sie es als selbstverständlich und absolut nicht menschenverachtend zu werten scheint, dass Frauen dies auf ihrer Seite nicht nur "abtun wollen", sondern es von vorn herein bereits abgetan haben?

Es wäre so wunderbar richtig, wenn das feministische Ziel tatsächlich Frau Bökers Bekenntnis entspräche, sie wollten "das Herstellen einer Chancengleichheit einer Gesellschaft, in der Frauen und Männer gleiche Reche und Pflichten, auch gleichen Respekt genießen."

Ohne unterstellen zu wollen, dass dies nicht die persönlichen Ziele Frau Bökers wären, so bleibt dem kritischen Blick doch nicht verborgen, dass "Frauen, die sich selbst helfen und eine Politik zu einer Verbesserung der Gesellschaft für alle Beteiligten" betreiben, in ihrer einseitigen Parteilichkeit gerade den hier beschworenen Respekt vermissen lassen und Chancengleichheit verhindern.

Wie sehr diese Einseitigkeit Frauen dazu verleitet, ihre eigenen Gewalttätigkeiten gegen Männer und Kinder als nicht der Rede und schon gar nicht der Strafe wert bzw. nur Männergewalt als wirklich böse und strafbar anzusehen, und wie der durch eine solche einseitige Parteilichkeit erteilte Freibrief auf weibliche Unschuld Familien zersetzt, wird in feministischen Kreisen nicht nur ignoriert sondern dementiert.

An dieser Stelle heißt es dann gern wie bei Hildegardt Wester, MdB: "Inwieweit politische Entscheidungen überhaupt direkten Einfluss auf die Tragfähigkeit von Paarbeziehungen in unserer Gesellschaft haben, lasse sich mit Daten schwer belegen."

Von "Männerhäusern" in Berlin:
Ein wenig Realo-Satire

Recht besehen, gibt es natürlich doch nicht nur Frauenhäuser, sondern auch "Männerhäuser" in Deutschland. Fünf solcher "Männerhäuser" stehen allein in Berlin und bundesweit jede Menge mehr.

In Berlin, so war von väterberatung@t-online.de zu erfahren, erhalten die "Männerhäuser" 180 bis 200 DM täglich für jeden geführten und besetzten Platz pro Mann und Nase.

Mit Stichtag 31.3.1998 waren 3567 Männer in den Berliner "Männerhäusern" untergebracht. Da wird mit den Kosten nicht geknausert sondern geklotzt. Bei einem Platzgeld von 180 DM läppern sich täglich 642060 DM zusammen. Im Jahr kommt eine Summe von 234 Millionen DM heraus. Und das ist nur der unterste Level.

Dagegen nimmt sich die Summe für die durchschnittlich bis zu 200 Frauen, die in den Berliner "Frauenhäusern" untergebracht sind, gering aus. Allerdings ist der Service auch nicht so umfassend wie in den fünf "Männerhäusern" und vor allem deutlich offener.

Damit für die Frauen einiges Geld mehr abrufbereit auf der hohen Kante liegt, will der Berliner Senat jetzt endgültig bei den teuren Männern den Rotstift ansetzen. Als erste wirksame Maßnahme wurde dem Männerprojekt "Mannege" der Geldhahn abgedreht. Zwar gibt es in der ganzen Republik äußerst wenige derartige Projekte, und der Geldhahn sprudelt seit jeher nur tröpfchenweise, weil die Geldquelle immer schon dürftig war, aber irgendwo muss man ja schließlich mit der Sparsamkeit beginnen.

Wer an der Richtigkeit dieser Entscheidung zweifele, dem sei gesagt, dass die Einsparung der paar Mark bei "Mannege" äußerst effizient wirkt. Schließlich wird jeder Pfennig allerdringlichst für Projekte gebraucht, in denen Frauen geholfen wird, die schon mal Opfer von Männergewalt wurden. Da wäre es doch geradezu absurd, wenn man das Geld solchen Projekten wie "Mannege" zur Verfügung stellte, die nicht mit geschädigten Frauen sondern ausgerechnet mit Männern arbeiten. Noch dazu mit solchen, die irgendwann schon mal gewalttätig wurden und dies aus mehr oder minder freien Schritten abstellen wollen, ehe sie ins "Männerhaus" umziehen müssen.

Haben die bei "Mannege" denn noch immer nichts kapiert? Gewalt ist doch nichts, wofür man Geld ausgibt. Und für Täter schon gar nicht.

Schließlich hat die Bundesfamilienministerin doch klipp und klar erklärt, dass an solchen Typen kein öffentliches Interesse bestehe. Zurück zu Muttern sollen sie, basta. Oder einer neuen Freundin auf den Hals rücken. Es steht doch jeden Tag eine Dumme auf, die sie nimmt.

Wer auch nur die geringste Ahnung von der richtigen Verschwendung von Steuergeldern hat, weiß, dass es erstens unwirtschaftlich wäre, die bestehenden "Männerhauser" auszudünnen, indem man ihre Vollbesetzung verhindert. Und dass es zweitens direkt sittenwidrig wäre, die hier eingesparten Gelder nicht den Frauen zuzuwenden, sondern diese frei gewordenen Kapazitäten doch nur wieder Männern in den Rachen zu schmeißen.

Letztendlich hätte der Berliner Senat dabei ja nur von der einen in die andere Hand gewirtschaftet und sich womöglich noch ins eigene Fleisch geschnitten, weil in einem Jahr zu wenig abgefasste Steuermittel im nächsten Jahr vielleicht nicht höher bewilligt werden und man klüger beraten ist, sich die höheren Kosten beizubehalten.

Eigentlich sollten die bei "Mannege" doch froh sein, dass der Berliner Senat bloß ihnen die paar Kröten gestrichen hat. Er hätte ja auch an den "Männerhäusern" sparen können. Was wäre dann wohl aus den Männern geworden, die jetzt bei "Mannege" nicht mehr betreut werden?

Wer sich über die Berliner "Männerhäuser" gern selbst einen Eindruck verschaffen möchte, melde sich bitte bei den Justizvollzugsanstalten unseres Landes.

Vom Ende der Privatheit in Familien - Alles nur wegen der bösen Männer?

Nochmals sei es betont: Gewalt in allen ihren Formen ist verwerflich und nach besten Kräften zu verhindern. Opfer sind zu unterstützen und zu beschützen. Täterinnen und Täter sind zu bestrafen.

Aber rechtfertigt das Verhindern und Ahnden von Gewaltaktionen schwere staatliche Eingriffe in die Selbstbestimmung und Privatheit in Familien? Ja, stellt nicht die seit den Zeiten der Inquisition nie so gnadenlos einseitig da gewesene, massive und folgenschwere Einmischung des Staates in die Intimsphäre der Staatsbürgerinnen und -bürger eine noch weit größere gesellschaftliche Gefahr dar als das Potential der häuslichen Gewalt?

Mit der statistisch und rechtstatsächlich nie bewiesenen Behauptung, jede dritte Frau lebe in ihrem eigenen Zuhause gefährlicher und erleide dort mehr Gewalt als in allen anderen denkbaren Lebenslagen und jedes dritte Mädchen werde von seinem Vater sexuell missbraucht, gerät die Familie zur höchsten Gefahrenquelle. Aus dem einst liebevollen Hort trauter Zweisamkeit und dem Geborgenheit vermittelnden Zuhause als Trutzburg gegen die Schrecken der Außenwelt wurde ein Horrorkabinett und Ort des Schreckens, der nur durch staatliche Überwachung und Reglementierung bewohnbar zu sein scheint.

Träfen die vom Bundesfamilienministerium in Umlauf gebrachten Zahlen tatsächlich zu, müsste sich die Schnüffelnase derer, die sich zum Schutz von Frauen berufen fühlen, und der Arm des Gesetzes in jede dritte Familie einmischen. Der Griff des Gesetzgebers nach dem scharfen Schwert der Polizeigewalt zur sicheren Durchsetzbarkeit verschärfter Gesetze wäre dann ebenso konsequent wie legitim.

Da die Fauenschützerinnen und Frauenschützer die Brille einseitiger Parteilichkeit tragen, fand die von ihnen eingeklagte verfassungsgemäße Pflicht des Staates zum Schutz der Familien im Allgemeinen und der Mütter im Besonderen in einer Informationsbroschüre des Bundesfamilienministeriums ihren Niederschlag. Darin heißt es: "Häusliche Gewalt gegen Frauen ist keine innerfamiliäre Angelegenheit, in die sich der Staat nicht einzumischen hat."

Wie die Einmischung des Staates in innerfamiliäre Angelegenheiten erfolgt, wurde am Beispiel des "Berliner Interventionsprogramms" erprobt. In einem ersten Schritt bedeutet es eine umfassende Ausweitung der polizeilichen Befugnisse. In Berlin wurde dem "BIG" eine speziell geschulte "Fachgruppe Polizei" angegliedert, welche "Handlungsanweisungen für den polizeilichen Einsatz" erarbeitet. Als eine der ersten Maßnahmen wurde erreicht, dass aus dem bis dato üblichen Begriff der "Familienstreitigkeiten" der Fachausdruck "häusliche Gewalt" wurde. Diese Umformulierung verlieh der Sache mehr Gewicht. "Gewalt" klingt schließlich nach mehr Leiden und Schmerzen als läppische "Streitigkeiten". Und natürlich rechtfertigt "Gewalt" auch gewaltige Mittel zum Zweck der Wiederherstellung der staatlichen Ordnung.

Nachfolgend konnte man für jeden Gewalt-Einsatz gezielte Richtlinien und Empfehlungen für die Vorgehensweise der Einsatzbeamtinnen und Einsatzbeamten entwickeln. Eine der wichtigsten ist, dass die Polizei bei jedem Einsatz von Straftatbeständen ausgehen muss und verpflichtet ist, diese aufzudecken, sodass sie "grundsätzlich die Wohnung betritt, um Beweise zu erheben." (taz, 31.3.1999)

Diese Beweiserhebung ist insofern von größter Wichtigkeit als häusliche Gewalttäter "wie die Täter, die ihre Straftaten in der Öffentlichkeit begehen, zu verfolgen sind und mit staatlichen Sanktionen zu rechnen haben." (Aktionsplan der Bundesregierung)

Getreu dem Motto "Wo kein Kläger da kein Richter" muss die Straftat zur Anzeige gebracht werden, um verfolgt werden zu können. Um Frauen von der möglicherweise aus Angst oder Liebe unterlassenen Anzeigepflicht gegen den Ehemann oder Lebensgefährten zu entlasten, zeigt sich der Gesetzgeber höchst rücksichtsvoll und fürsorglich. Laut BIG-Broschüre erspare er ihnen ein schlechtes Gewissen und räumt ein, dass "bei häuslicher Gewalt von der Antragstellung durch das Opfer abgesehen wird."

Diesen Dienst übernimmt die Polizei als Freund und Helfer und zwar auch dann, wenn das Opfer, die Frau also, dies gar nicht will. An einer Strafverfolgung der Täter besteht nunmehr nämlich ein dringendes "öffentliches Interesse". Und dieses kennt kein Pardon.

Entgegen der verfassungsrechtlich garantierten Gleichberechtigung der Geschlechter wird mit dieser einseitig parteilichen geschlechtsdefinierten Aktion im alleinigen Interesse der Frau das Grundrecht auf Gleichbehandlung geschädigt. Es wird ferner gegen den rechtsstaatlichen Anspruch aller Bürgerinnen und Bürger auf Schutz vor Willkürakten des Staates verstoßen.

Billigend wird dabei in Kauf genommen, dass sowohl die Entscheidungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger als auch die Familie als privater Raum intimer Beziehungen ignoriert wird.

In einem Akt grenzenloser Selbstüberhebung und Amtsanmaßung gestattet sich der Gesetzgeber, persönliche, intime, zwischenmenschliche Beziehungen und Lebensentwürfe grundsätzlich als Quelle der Bösartigkeit und Gewalt zu verdächtigen. Ohne eine exakte Definition des Gewaltbegriffs und einer Klärung, wo die Grenzen zu eher harmlosen Streitigkeiten liegen, werden aufgrund dieses Definitionsmangels rein subjektiv als Gewalt empfundene Streithandlungen zu grundsätzlich gewalttätigen und daher kriminellen Straftatbeständen erklärt. Und natürlich sind diese staatsanwaltlich zu verfolgen und strafrechtlich zu ahnden. Ebenso grundsätzlich schließt der Staatsapparat Versöhnungen als Grund für einen Verzicht auf strafrechtliche Konsequenzen aus, indem er ein öffentliches Interesse an der Bestrafung der Täter verkündet.

Durch Bewertungskriterien, deren Rechtstatsächlichkeit nie nachgewiesen wurde, werden Männer aufgrund der ihnen nachgesagten Gewalttätigkeit und Frauen aufgrund der ihnen nachgesagten Opferlamm-Schwäche zu Mündeln der Staatsgewalt erklärt. Indem einseitig parteilich agierende Staatsbedienstete diese Vormundschaft ausüben erlischt das Recht der Individuen auf Selbstbestimmung und Privatheit. Zumindest aber wird es stark beeinträchtigt. Das Zusammenleben der Paare ist zur "öffentlichen" Sache geworden.

Die Familie als Ort des Zusammenlebens erhält auf der einen Seile den Prägestempel "Gefahrenzone Nummer Eins für Frauen und Kinder" und auf der anderen Seite den Aufdruck "Tatort Nummer Eins für Männer".

In perfider Verdrehung oder Unterschlagung von Tatsachen wird die selbsterteilte Erlaubnis zurneugierigen Schnüffelei in bisherigen Tabu-Bereichen als "öffentliches Interesse" getarnt und dem voyeuristischen Anspruch der völlig legalen "Intervention", sprich Einmischung, selbst ernannter Beschützerinnen und Beschützer anheim gegeben.

Noch mag der breiten Öffentlichkeit das Ausmaß der Bedrohung der familiären Privatheit nicht klar sein. Die Erkenntnis wird sich erst allmählich einstellen. Dann zum Beispiel, wenn sich die polizeilichen Übergriffe und staatsanwaltlichen Sanktionen gegen Männer speziell im Trennungs- und Scheidungsstreit häufen. Dann, wenn immer mehr von ihren Frauen ausgemusterte Familienväter "egal wohin" oder "zurück zu ihrer Mutter" aus den Familienwohnungen ausgewiesen werden. Und zwar keineswegs nur die tatsächlichen Gewalttäter sondern auch die analog zu den heute bereits in jedem dritten bis vierten streitigen Scheidungsverfahren des sexuellen Kindesmissbrauchs zu Unrecht angeschuldigten Väter.

Wie sollen sich dann die heute schon hoffnungslos überlaufenen Gerichte der auf sie einstürzenden Prozesse und Eigentumsklagen erwehren? Wer kommt für die anfallenden Kosten dieser Rechtsstreitigkeiten auf?

Mit welchem Recht soll die Zwangsenteignung von Männern geregelt werden, die mit der Ausweisung aus der ehelichen Wohnung, dem ehelichen Haus oder der Eigentumswohnung auch ihren Besitz- und Nutzungsanspruch an Immobilie und Inventar verlieren? Und wer finanziert all den mit oder ohne Kindern in der ehemaligen Familienbehausung zurückbleibenden Frauen die dann notwendige Auszahlung des Besitzanteils der Männer?

Damit nicht genug, wird die im Namen des Frauenschutzes erfolgende Zersetzung der Familien auch dann klarer sichtbar werden, wenn eine ständig zunehmende Zahl der aus ihren Familien ausgesonderten Männer wegen der ihnen auf Staatsgeheiß rigoros verweigerten Männerhäuser in die Obdachlosigkeit abwandern muss. Wer keinen festen Wohnsitz vorweisen kann, wird arbeitslos und bekommt auch keinen neuen Job. Automatisch wird die Fürsorge des Staates fällig. Wer aber selbst bedürftig ist, fällt als Unterhaltszahler aus. Man muss kein großer Prophet sein, um vorherzusagen, dass an den Folgen dieses falsch verstandenen Frauenschutzes die Frauen selbst schon bald schwer zu tragen haben werden.

Doch wenn die Staats- und Sozialkassen geschröpft werden sollen, ging ja stets das Neuerungsfieber unter der politischen Führungselite und in der Kaderschmiede der neue Gesetze Machenden um. Spätestens dann, wenn die Vision des Trendforschers Matthias Horx sich bewahrheiten sollte und wahrhaftig die Massen zur Verzweiflung getriebener Männer zum gesellschaftsrelevanten Gewaltproblem geworden sind, dürfte es so weit sein.