Elternkummer

Übertriebene Mutterliebe

Nach der Lektüre aufgerissen wie eine einzige Wunde

Leserzuschrift von S.K.

8. Juli 2004

Liebe Frau Karin Jäckel,

ich las gerade in der Rubrik Elternkummer ihrer Homepage den Aufsatz  -Familienterroristinnen und fühlte mich obwohl die Trennung  von meiner damaligen  "Partnerin" 7 Jahre zurückliegt seelisch aufgerissen wie eine einzige Wunde.

Ach ja ich  war der männliche "Partner" damals. Wir haben 2 gemeinsame Söhne sie sind heute im Grundschulalter und  dann lebte mit uns noch der erste Sohn aus ihrer Ehe. Ich habe alle Merkmale wiedergefunden in der Grau. Also: absolute Unfähigkeit und Unwilligkeit zur Einfühlung des  Menschen mit dem man lebt, besonders angesprochen fühle ich mich von ihrer Beschreibung des Theaterspiels der Familienterroristin.

Ich hab Jahre gebraucht, um das emotional zu begreifen, dass ich  für sie eine Art Requisite darstellte in ihrem Drama. Ich erzähl mal nur  eine  sich wiederholende  Situation  der Art wie sie agierte. Um ihren Willen durchzusetzen, setzte diese Frau mich in der Art unter Druck, - damals waren die Kinder im Kleinstkindalter! - dass sie zB. über  die Balkonbrüstung kletterte und  drohte herunterzuspringen, wenn ich ihre Wünsche nicht erfüllte.

Ich bin trotz der neuerlichen Schmerzen beim lesen dankbar für ihren Artikel weil mir klar wird, was diese schwarzdepressive Zeit in mir ausgelöst hat.

Ich wünsche ihnen gutes weitermachen mit ihrer homepage, die ich für sehr sinnvoll halte und bedanke mich

Mit freundlichen Grüßen S.K.