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ElternkummerIch hätte nie gedacht, dass auch mir das Jugendamt meine Kinder nehmen würde. |
Manuela |
7. Juli 2004 |
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Sehr geehrte Frau Jäckel, ich war letztes Jahr oft auf Ihrer Homepage und dachte immer, mir kann das nicht passieren, was ich dort las. Leider musste ich erfahren, dass ich mich täuschte. Am 26.4.04, nachdem ich 6 Monate vom Jugendamt nichts mehr hörte, wurden mir alle 4 Kinder entzogen. Zwei Polizisten, ein Gerichtsvollzieher und zwei Sacharbeiter des Jugendamtes holten bei mir meine 2 Jahre alte Tochter ab, zur gleichen Zeit wurden von anderen Mitarbeitern des Jugendamtes mein 8 Jahre alter Sohn aus der Schule und meine 4 Jahre alte Tochter und 5 Jahre alter Sohn aus dem Kindergarten geholt. Heute sind meine 3 jüngsten Kinder in einer Pflegefamilie (fast 200 km von mir entfern, die Pflegemutter 29Jahre, keine eigenen Kinder, gerade schwanger, früher Erzieherin in einem Kinderheim) mein 8 Jahre alter Sohn lebt wieder im Kinderhaus am Buchberg, in dem er bis vor 6 Monaten 2 ½ Jahre lebte. (die ganze Geschichte hänge ich Ihnen an.) Wie sie im Anhang lesen werden, gab es in der Vergangenheit Schwierigkeiten und es war nicht immer optimal für meine Kinder. Das, was ich jedoch an dem Ganzen nicht verstehe, ist, warum entzieht man mir jetzt die Kinder? Jetzt, nachdem ich sehr hart dafür gearbeitet habe, um mein Leben zu ordnen und meine psychische Erkrankung in den Griff zu bekommen, wie mein Psychologe in seinem Schreiben ans Gericht auch bestätigt, wie auch das von mir in Auftrag gegebene erwachsenpsychologische Gutachten bestätigt. Mir wird vorgeworfen, ich hätte meine Kinder hungern lassen, ich hätte sie geschlagen, ich habe sie nicht zu den Terminen für die Ergotherapie gebracht, ich hätte sie nicht in Kindergarten und Schule gebracht und an Aktivitäten, die Geld kosten, hätten meine Kinder nicht teilnehmen dürfen. Sie stellen mich als absolut psychisch erkrankt hin. Wenn man den Bericht des Jugendamtes ans Gericht liest, sieht man eine Frau dargestellt, die mit beiden Beinen in der Psychiatrie steht. In Wirklichkeit leide ich "lediglich" an einer Angst-Panik-Störung, mit der ich nachweislich sehr gut urecht komme. Das Jugendamt hat nie mit der Schule, dem Kindergarten, dem Kinderarzt, der Ergotherapeutin, meinem Hausarzt oder meinem Psychologen Kontakt aufgenommen, um diesbezüglich nach zu fragen. Alle Vorwürfe konnten wir durch Berichte von Schule, Kindergarten, Kinderarzt, Ergotherapeutin und Psychologen widerlegen. Was ich leider nicht widerlegen kann ist, dass ich psychisch erkrankt bin. Aber es scheint keinen der Verantwortlichen zu interessieren, dass ich gut damit umgehen kann. Wie Sie im Anhang lesen können, gibt es Ungereimtheiten mit dem Jugendamt und der Diakoniestation, die ich nicht verstehen kann. So war in meiner Familie eine Familienhelferin tätig, mit der ich sehr große Schwierigkeiten hatte. Diese Familienhelferin verfasste mit der Leiterin der Diakoniestation einen Bericht ans Gericht. Dieser Bericht ist voller Unwahrheiten. Was ich auch sehr merkwürdig finde, ist, dass die Tatsache anscheinend völlig ignoriert wird, dass in den Jahren, seit diese problematische Familienhelferin bei mir eingesetzt war, auch 4 andere Familienhelferinnen, als Aushilfe, über Jahre immer wieder wochenlang in meiner Familie tätig waren. Diese Familienhelferinnen kommen in diesem nicht der Wahrheit entsprechenden Bericht der Diakoniestation nicht zu Wort, obwohl die Leiterin der Diakonie weiß, dass diese 4 Familienhelferinnen ein ganz anderes Bild von mir haben. Ich habe mich vor kurzem an den hiesigen Pfarrer, der für diese Diakonie verantwortlich ist, mit der Bitte um ein Gespräch gewendet. Ich habe ihm die Situation erklärt und sagte ihm, ich wolle gern wissen, warum diese 4 Familienhelferinnen nicht gehört werden und keine Stellungnahme schreiben dürfen. Nach 14 Tagen bekam ich einen Brief, in dem mir mitgeteilt wurde, er habe sich bei der Mitarbeiterin der Diakonie erkundigt und diese habe ihm versichert, dass alles in diesem Bericht der Wahrheit entspreche. Was mich dann etwas stutzig machte, war folgender Abschnitt im Brief: "Ich möchte Sie aber dringend etwas bitten: Sollten Sie tatsächlich Dokumente der Station, die dem Gericht vorlagen, in Gänze besitzen, müssen Sie sich im Klaren sein, dass dies eigentlich nicht der Fall sein darf. Sie sollten daher von diesen Dokumenten gegenüber weiteren Personen auch keinen Gebrauch machen. Ich hoffe, Sie verstehen das."Ich muss dazu erklären, ich sagte ihm, dass mir der Bericht der Diakoniestation an das Jugendamt vorliegt. Meine Gerichtsakte darf ich als Beklagter in Kopieform besitzen. Wieso legt der Pfarrer so viel Wert darauf, dass ich diesen Bericht keiner weiteren Person aushändige, wenn mit diesem doch alles in Ordnung ist? Auch in meiner Verhandlung vor 4 Wochen, wurden Zeugen nicht gehört und die Beweise, die wir dem Gericht vorlegten, nicht besprochen. Es ist jetzt ein Beschluss ergangen, in dem ein kinderpsychologisches und ein erwachsenpsychologisches Gutachten angeordnet wurde. Dieser Beschluss wurde mir jedoch bis heute noch nicht zugestellt. Ich frage mich oft, ob man hier wirklich an der Wahrheit interessiert ist. Die Richterin gab in der letzten Verhandlung selbst zu, dass meine Kinder durch mich nicht körperlich misshandelt wurden, meinte jedoch, ich hätte sie psychisch geschädigt. Als Beispiel für diese Schädigung gab sie an, meine 2 Jahre alte Tochter könne noch nicht die Farben und meine 4 Jahre alte Tochter habe der Verfahrenspflegerin die Früchte nicht benannt. Weiter wurde bemängelt, dass meine Kinder auf fremde Personen (hier die Richterin und Verfahrenspflegerin) offen zugingen. Zum Glück darf ich meine Kinder mittlerweile alle 14 Tage 2 Stunden unter Aufsicht sehen. Auch darf ich 2x in der Woche mit ihnen telefonieren. Bei meinem ältesten Sohn wird jedoch die Freisprechanlage eingeschaltet und ein Erzieher sitzt neben meinem Sohn und hört mit. Ich komm mir oft wie ein Schwerverbrecher vor. Ich danke ihnen für Ihre Geduld beim Lesen und fürs Zuhören. Mit freundlichen Grüßen Manuela Mirko, Michael, Lara und Leska Ich denke immer an Euch und werd Euch nie vergessen, auch wenn ihr nicht bei mir sein könnt. Ihr seit ewig in meinem Herzen. Ich vermisse Euch so sehr. Ich liebe Euch!!!! |
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Wie es zum Entzug meiner vier Kinder durch das Jugendamt kam |