Das Erste Osterhasen-Museum der Welt


 
Das erste Osterhasenmuseum Deutschlands gab es bis 2005 in München, in der Westenrieder Str. 41. In diesem Museum wurden die verschiedensten Osterhasen ausgestellt und alles was sich um den Osterhasen abspielte.
Nachdem der Besitzer Manfred Klauda durch einen Verkehrsunfall im Jahr 2000 ums Leben gekommen war, wurde das erste Osterhasen-Museum in München geschlossen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Klauda)

Ende 2009 wurde ein anderes Osterhasenmuseum in Oberwesel am Rhein eröffnet. http://www.osterhasenmuseum.de

Ein Nachruf auf das erste Osterhasenmuseum in München

Das erste Osterhasen-Museum der Welt gehörte zum ZAM, einer Vereinigung bzw. dem Zentrum mehrerer außergewöhnlicher Museen unter einem gemeinsamen Dach.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrum_f%C3%BCr_Au%C3%9Fergew%C3%B6hnliche_Museen)



Man konnte dort zum Beispiel stattliche Osterhasen und lustige Osterhasenfamilien sowie Osterhasenpärchen aus Porzellan, Holz, Plüsch, Metall oder Pappmaché bewundern. Manche hatten einen abnehmbaren Kopf, damit man sie innen füllen konnte. Andere waren wie feine Herren mit Schlips und Kragen gekleidet. Die Hasendamen trugen Schürzen oder waren wie Bäuerinnen in ihrem Sonntagausgehstaat herausgeputzt. Während hier schon Hasen-Musikanten mit ihren Trommeln zum Osterhasen-Tänzchen aufzuspielen schienen, war dort noch ein Osterhase mit dem Roller unterwegs, um bunte Eier im Kiepenkorb auszutragen. Andere Osterhasenbuben fuhren besonders dicke Eier mit der Schubkarre oder einem zweirädrigen Karren aus.


Ein besonders schöner Osterhase wurde in einer Schokoladenform aus Weißblech gegossen, welche um das Jahr 1890 angefertigt wurde. Er sah wie ein fescher Landmann mit einer Gold betressten Kappe aus und trug einen großen Korb mit bunten Eiern am Arm. Doch meineLieblingsosterhasen wurden um 1900 aus Stoff genäht und mit Holzwolle ausgestopft. Die Osterhasen-Mama stand an einem wunderhübschen Puppenherd mit zwei silbern verzierten Backröhrentürchen und schaute, ob das Essen in den diversen Töpfen schon bald gar wäre. Ihre drei Osterhasenkinder warteten ungeduldig. Das große Osterhasen-Mädchen hielt einen silbernen Löffel in der Hand und wollte die kleine Osterhasen-Schwester füttern. Und das Osterhasen-Baby streckte aus seinem Körbchen die Pfötchen nach der Osterhasen-Mama aus, weil es so gern auf den Arm genommen werden wollte.


Schön fand ich aber auch die bunten Osterhasenpostkarten, schwarzen Osterhasenscherenschnitte und Osterhasenbücher aus alten Zeiten. Manche Ansichtskarten wurden geprägt, so dass man die Osterhasen als Relief erkannte. Andere wurden ganz originalgetreu gezeichnet. Eine dieser Karten stammte aus dem Jahr 1899 und zeigte zwei aufrecht hoppelnde Osterhasen, die aus ihren großen Gold geränderten Augen um sich blickten, als suchten sie das Nest, worin sie das schöne dicke Osterei legen könnten, das sie mitgebracht hatten. In einem Osterhasenbuch fand ich das folgende Rätsel:

Oster-Rätsel für die lieben Kleinen

Im tiefen Wald weiß ich ein Nest,
Das wird gebaut für's Osterfest,
D' rin liegen Eier, treu behütet,
Doch sitzt kein Vöglein drauf, das brütet.
Und heimlich in der Osternacht
Wird es zum lieben Kind gebracht.
Nun rate, rate, was ist das?
Es ist gewiss der ...


Schön, nicht wahr? Ich habe sehr bedauert, dass das erste Osterhasen-Museum geschlossen wurde.





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